Wer im Center of Digital Excellence (CoDE) arbeitet, landet nicht in einem klassischen Werkstudentenjob. Es geht nicht nur um Zuarbeit oder ein paar Stunden Büroalltag zwischen zwei Vorlesungen. Es geht um digitale Lösungen, die in der Praxis funktionieren müssen. Beim Kunden, im Projekt und manchmal auch auf der Leiter, um Sensoren zu verbauen. Wir haben mit unseren Werkstudierenden gesprochen: über ihre Wege ins CoDE, ihre Aufgaben im Alltag und darüber, was sie von moderner Arbeit erwarten. Herausgekommen ist ein Gespräch, das zeigt, wie nah Studium und Praxis hier zusammenrücken.

Der Weg ins CoDE ist selten geradlinig
Die Einstiege ins Team sind so unterschiedlich wie die Studiengänge. Nhi, 26, studiert Medieninformatik und wurde über eine Stellenanzeige auf das CoDE aufmerksam. „Ich hatte direkt das Gefühl, dass es gut passt. Und im Gespräch hat sich das bestätigt.“
Pascal studiert Cyber Security und kam mit klaren Erwartungen: Einblicke in Beratung, praktische Erfahrung im eigenen Fachgebiet und ein besseres Verständnis für digitale Transformation. Firat, 20, ebenfalls Cyber Security, wurde über Kommilitonen auf die Stelle aufmerksam. „Pascal und Niklas haben mir gesagt, dass etwas frei ist. Dann ging alles ziemlich schnell.“ Seit über einem Jahr ist er Teil des Teams.
Niklas beschreibt seinen Einstieg mit einem Augenzwinkern: „Ganz ehrlich, bei mir war es Vitamin B.“ Sein Vater arbeitete bei Klüh und hat den Kontakt hergestellt. Heute, anderthalb Jahre später, ist davon nichts mehr zu spüren. „Man wächst schnell in die Aufgaben rein.“
Wim kam zunächst als Praktikant, war zwischenzeitlich im Ausland und ist seit Herbst 2025 als Werkstudent zurück. Sein Studium verbindet Informatik, BWL und Psychologie – eine Kombination, die gut zum CoDE passt. Bruno wiederum steht ganz am Anfang. Sein erster Tag im Team, das Studium noch vor sich. Was er hier mitnimmt, dürfte in keinem klassischen Lehrplan stehen.
Vielseitige Aufgaben statt Schubladen
Im Arbeitsalltag zeigt sich schnell, dass es keine starren Rollen gibt. Zwar lassen sich grobe Schwerpunkte erkennen, die Übergänge sind aber fließend.
Nhi und Firat arbeiten häufig im Cleaning-Umfeld. Sie pflegen Leistungsverzeichnisse, erstellen Raumbücher und unterstützen bei Schulungen. Bei einem größeren Klinikprojekt waren sie auch direkt vor Ort im Einsatz und haben Reinigungskräfte eingewiesen.
Niklas und Pascal beschäftigen sich stärker mit IoT-Themen. Niklas entwickelt aktuell ein digitales Wartungsprotokoll für Assets wie Feuerlöscher, inklusive NFC-Tag und digitalem Nachweis. Pascal hat unter anderem einen interaktiven Showroom-Rundgang aufgebaut, der live auf die IoT-Plattform zugreift, und arbeitet an ersten KI-Anwendungen.
Wim übernimmt eine besondere Rolle im Team. Er unterstützt dort, wo gerade Bedarf entsteht, sei es im IoT-Bereich oder im Cleaning-Umfeld. „Es kommt immer darauf an, wer gerade Unterstützung braucht“, sagt er. Manchmal wird es dabei auch ganz praktisch. Bei einem Kundenprojekt hat das Team Sensoren an der Decke installiert. Voraussetzung dafür war eine Sicherheitsunterweisung. Intern heißt das augenzwinkernd „Leiterführerschein“.
Genau das beschreibt die Arbeit im CoDE ziemlich gut. Es geht nicht nur darum, Systeme zu verstehen, sondern sie auch selbst umzusetzen.

Ein Arbeitsumfeld, das Nähe zur Praxis schafft
Mit dem Umzug in den Showroom am EUREF-Campus Düsseldorf hat sich auch das Arbeitsgefühl verändert. Hier werden digitale Lösungen nicht nur entwickelt, sondern direkt erlebbar gemacht. Sensoren, Plattformen und Anwendungen stehen nebeneinander, Daten laufen live über die Bildschirme.
„Der Showroom bringt ein ganz anderes Gefühl mit“, sagt Pascal. „Man ist näher an den Anwendungen.“
Auch im Alltag zeigt sich diese Nähe. Bei größeren Projekten arbeitet das Team eng zusammen, unabhängig von Zuständigkeiten. Digitalisierung wird hier nicht abstrakt gedacht, sondern konkret umgesetzt.
Dazu gehört auch der Reinigungsroboter, der regelmäßig durch den Raum fährt. „Der ist schon irgendwie süß“, sagt Nhi und lacht. Gleichzeitig zeigt er im Kleinen, was Automatisierung im Alltag leisten kann.
Was die Arbeit besonders macht
Gefragt nach dem, was sie an ihrer Arbeit begeistert, fällt die Antwort unterschiedlich aus. Für Pascal steht der konkrete Nutzen im Vordergrund. „Man sieht, was es beim Kunden bringt. Prozesse werden effizienter, Kosten sinken, und gleichzeitig wird nachhaltiger gearbeitet.“ Niklas blickt eher auf das große Ganze. Für ihn ist spannend, wie viele Ansätze aktuell parallel entstehen und wie unterschiedlich ähnliche Probleme gelöst werden können. „Ich schaue mir oft an, was andere entwickeln. Da gibt es viele Ideen, auf die man selbst nicht gekommen wäre.“ Beide Perspektiven zeigen, wie dynamisch sich das Umfeld entwickelt und wie viel Raum für eigene Ideen bleibt.

Blick nach vorn: Technologie und Mensch im Zusammenspiel
Auch beim Blick in die Zukunft gehen die Einschätzungen leicht auseinander, im Kern sind sie sich aber einig: Die Rolle von Technologie wird weiter wachsen. Niklas erwartet, dass KI-Systeme künftig stärker im Hintergrund arbeiten und Entscheidungen unterstützen. „Viele Dinge, die heute visuell beurteilt werden, können künftig automatisiert erkannt werden.“ Pascal sieht die Entwicklung noch deutlicher in Richtung Technologie. „Die Aufgaben verändern sich, aber sie verschwinden nicht.“
Wim ergänzt eine persönliche Beobachtung. Er hat mit einer Bekannten gesprochen, die im Medienbereich arbeitet und deren Aufgaben heute teilweise von KI übernommen werden. „Sie muss sich neu orientieren“, sagt er. „Das zeigt schon, wie schnell sich Dinge verändern.“ Trotzdem überwiegt die Zuversicht. Digitalisierung wird nicht als Trend gesehen, sondern als notwendige Entwicklung.
Was junge Talente erwarten
Wenn es um Erwartungen an Arbeitgeber geht, wird das Bild klarer. Es geht weniger um klassische Karriereversprechen, sondern um das Umfeld. „Seid offen und ehrlich in der Kommunikation“, sagt Niklas. „Und haltet nicht an Modellen fest, die nicht mehr zur Realität passen.“
Wim hebt vor allem die Zusammenarbeit hervor. „Was mir den Einstieg leicht gemacht hat, war die Art, wie man hier miteinander umgeht.“ Er nennt als Beispiel den direkten Austausch mit dem CIO. „Das war auf Augenhöhe, ohne Distanz.“ Was zählt, ist ein Umfeld, in dem man sich schnell einbringen kann und ernst genommen wird. Entwicklung entsteht dann fast automatisch.
Ein gemeinsames Fazit
Am Ende des Gesprächs bleibt eine klare Botschaft. Digitalisierung betrifft heute nahezu jeden Bereich und damit auch jedes Studium. „Man muss nicht Informatik studieren“, sagt Niklas. „Aber ein Grundverständnis ist überall wichtig.“ Das Team ist sich einig: Die nächste Generation will nicht nur beobachten, wie sich Arbeitswelten verändern. Sie möchte aktiv daran mitwirken. Und genau dafür bietet das CoDE den passenden Rahmen.

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