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Catering

Mehrwertsteuererhöhung in der Gastronomie

Im Januar 2024 wird die Mehrwertsteuer in der Gastronomie wieder auf 19 Prozent steigen. Klüh Catering-Geschäftsführer Thorsten Greth erklärt, was das aus seiner Sicht für die Catering-Branche bedeutet.

Wie beurteilen Sie die Entscheidung, die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie wieder zu erhöhen?

Viele Menschen haben sich für den Erhalt des reduzierten Umsatzsteuersatzes eingesetzt. Aus gutem Grund: Preisbereinigt hat die Branche immer noch einen Umsatzverlust von etwa 10 Prozent zur Vor-Corona-Zeit zu verkraften. Da wirkt es sehr enttäuschend, wie wenig die Lobby unserer Branche in der Politik in dieser Sache Gehör gefunden hat. Dabei haben wir mehr Mitarbeitende als die Automobilindustrie und ihrer Zulieferunternehmen zusammen.

Die Ernährungswende hin zu mehr Nachhaltigkeit und Regionalität sowie die Inflation führen schon jetzt zu höheren Kosten/Preisen für Unternehmen, Tischgäste und Verbraucher. Es steht deshalb zu befürchten, dass sich nun viele Mitarbeitende ihre Verpflegung wieder von zu Hause mitbringen – frischgehalten in der legendären Tupper-Dose.

Was mich jedoch viel mehr bekümmert, sind die Auswirkungen, die diese Mehrwertsteuererhöhung auf die Preise im Sozialcatering haben wird – für Senioren in Pflegeeinrichtungen, für Patienten in Krankenhäusern oder die Verpflegung unserer Jüngsten in den KiTas, Kindergärten und Schulen. Das trifft privilegierte Familien naturgemäß weniger hart als Familien, die sehr auf das Geld schauen müssen.

Welche Auswirkungen wird dies auf die Preisgestaltung in Betriebsrestaurants haben?

… auf den Einkauf?

Ich gehe davon aus, dass wir sowie alle Marktbegleiter hier schon optimal aufgestellt sind. Die Zitrone lässt sich nun mal nur so lang pressen, bis sie kein Saft mehr gibt. Und Minderqualität ist für einen Anbieter wie uns mit hohen Qualitätsversprechen keine Alternative.

… auf die Speiseplangestaltung?

Auch hier wird sich keine Änderung ergeben. Die Botschaft, auch politisch getrieben, ist schon seit langer Zeit, dass der Inhalt auf dem Teller sich hinsichtlich Frische, Regionalität sowie Verzicht auf Fleisch verändern soll. Somit können die 12 %-Punkte Verlust von Nettoerlösen nicht einfach „weggemanagt“ werden.

Wie reagieren etwa Kunden, die Wert darauf legen, dass die Belegschaft wieder vermehrt in die Büros zurückkommt?

Grundsätzlich wird aufgrund geringerer Nettoerträge – und wir verhandeln mit unseren Kunden Budgets auf Nettobasis – ein Ausgleich stattfinden müssen, wenn man nicht noch mehr Tischgäste verlieren will.

Wenn man den Arbeitsplatz attraktiv halten möchte, dann ist das zumindest in Deutschland auch über ein leckeres, gesundes, aber auch kostengünstiges Essensangebot zu steuern. Wer das als Arbeitgeber erkennt, dem bleibt nichts Anderes übrig, als hier mehr Geld in die Hand zu nehmen.

Besteht hier zum Beispiel Kulanz? Höhere Subvention, damit die Kosten für die Gäste nicht zu sehr steigen?

Wichtig ist es herauszufinden, bis zu welchem Umfang der Tischgast selbst bereit ist, eine Erhöhung ohne Abstimmung mit den Füßen mitzutragen. Gerade das letzte Jahr hat durch den enormen Preisauftrieb den Einzelnen schon sehr beansprucht. Somit werden Arbeitgeber nicht darum herumkommen, den größten Teil des Erlösverlustes über eine Zuschusserhöhung abzufedern, wenn das Betriebsrestaurant weiterhin als attraktiver Bestandteil des Arbeitgerberbrandings eine Rolle spielen soll.

Gab es dazu Sondierungsgespräche?

Wir haben unsere Kunden schon vor einigen Wochen zu diesem Thema schriftlich sensibilisiert, irgendwie konnte man schon daran fühlen, wo die Reise hingehen wird. Nicht zu unterschätzen ist zudem, dass auch unsere Kunden in der Regel Preisanpassungen in ihren Betriebsrestaurants mit den jeweiligen Sozialpartnern vereinbaren müssen. Nach Pandemie und Inflation sind wir wieder einmal dran, unangenehme Themen bei unseren Kunden zu platzieren.

WIR RICHTEN GUTES AN. MIT KOPF UND HERZ.

Wohltuende und abwechslungsreiche Gerichte und Menüs für jedes Budget und jeden Geschmack – mit innovativen Verpflegungskonzepten und dem empathischen Eingehen auf die Bedürfnisse der Gäste begeistern wir unsere Kunden bereits seit 30 Jahren. In Deutschland sind wir die Nummer 1 der Contract-Caterer für Kliniken und Krankenhäuser (gvpraxis, 05/2023).

Wir sorgen für Transparenz in Bezug auf Informationen über Produkte und Lieferanten und bringen unsere profunden Kenntnisse aus der Ernährungswissenschaft ein. Mit einer großen Portion Wissensdurst nehmen wir aktiv an Forschungsprojekten teil und fördern diese, weil wir unseren Kunden immer das beste Catering von allen bieten wollen.

Freuen Sie sich auf ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Qualität! Unsere Köch*innen sind sehr gut ausgebildet und überzeugen durch Kreativität und Zuverlässigkeit. Unsere Mitarbeitenden zeigen alle Freude an der Arbeit und den Willen, Verantwortung zu übernehmen. Neue Konzepte werden gemeinsam in Workshops entwickelt, von unseren Gastronomischen Botschafter*innen getestet und bei positivem Ergebnis in die Welt der Klüh-Küchen hinausgetragen.

Weitere Informationen zu unseren passgenauen Kunden-Lösungen finden Sie hier.

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